Der SchulalltagBunt gemischt.
Unsere Schule strukturiert sich in drei Altersbereiche. Diese nennen wir Primaria, Sekundaria und Tertia. Dazu kommen verschiedene Themenbereiche wie der Kreativraum, der Musikraum, die Werkstatt, Küche, Hof und Garten. Die Kinder und Jugendlichen entscheiden selbst welche Themen sie wann, mit wem und wie bearbeiten. Für jeden Altersbereich entwickelt die Gruppe gemeinsam einen eigenen Angebotsplan.

Zwischen halb acht und halb neun beginnt der Schulalltag. Für die Jüngsten, gibt es in den Wochen nach der Einschulung, eine Kleingruppe, um gemeinsam in den Tag zu starten. Später suchen sie sich, ihren Interessen folgend, einen Bereich für ihren Tatendrang. Sei es die Bau-Ecke, die Schreibwerkstatt, der Kreativraum, die Holz-Werktstatt oder der Garten - Möglichkeiten gibt es viele. So ist auf dem Schulhof immer jede Menge sportliche Aktivität angesagt. Die etwas Älteren gehen ihrer Wege - Stillarbeit, Werkstatt, Chillen, Deutschangebot, Kochen oder Band-Probe. Einmal in der Woche treffen sich alle Interessierten zur Schulversammlung, bei der schulweite Beschlüsse per Abstimmung gefasst werden können. Zwischen halb eins und eins endet der Schultag. Mittwochs bereiten SchülerInnen einen Mittagstisch für bis zu 40 Personen mit Zutaten aus dem örtlichen Bioladen und der örtlichen Gemüsegärtnerei. Mitessen kann jeder, der sich bis 9 Uhr anmeldet.
Im folgenden Abschnitt stellen wir ihnen exemplarisch einige der wichtigsten Strukturen an der Freien Schule Heckenbeck vor.
Achtung freiwilligDie Angebote.
Lernformen, in denen Kinder und Jugendliche zusammenkommen, um sich in Begleitung von Erwachsenen oder (älteren) MitschülerInnen einem bestimmten Thema zu widmen, nennen wir Angebote. Neben Kursen wie Mathe, Deutsch, Englisch, Physik, Biologie und Erdkunde, die turnusmäßig immer angeboten werden, finden je nach Wunsch der SchülerInnen und Möglichkeiten der Betreuung Aktivitäten wie z.B. Improvisationstheater, Klavier, Geschichte, Kämpfen, Politik, Werkstatt, Tanzen, Kochen, Traumzeit, Schreibwerkstatt, Schulzeitung, Programmieren, Sexualkunde, Schwimmen, Töpfern, Filzen, Nähen, Aquarell, Zeichnen und vieles mehr statt. Die Teilnahme ist grundsätzlich freiwillig! Zu offenen Angeboten (wie z.B. Klavier, Schreibwerkstatt, Traumzeit oder Werkstatt) kann jede/r spontan kommen und gehen. Für bestimmte Angebote müssen die Interessierten sich anmelden und dann für die jeweilige Laufzeit auch verbindlich mitarbeiten.

Ganz schön frühDie Morgenkreise.
In jeder der drei Altersgruppen finden regelmäßig zu Beginn des Tages Morgenkreise statt. Diese beinhalten u.a. Informationen zu Angeboten, Projekten und Aktivitäten, Informationen aus der Schulversammlung, Diskussionen und ggf. Abstimmungen über bereichsinterne Angelegenheiten. Eine Tagesordnung für den nächsten Morgenkreis hängt immer aus, auf die die jede und jeder gewünschte Themen schreiben können. Der Morgenkreis wird von den Kindern und Jugendlichen selber organisiert und geleitet.

Eine Stimme für jedenDie Schulversammlung.
Die wöchentliche Schulversammlung ist der Ort, an dem Themen, die die ganze Schule betreffen (z.B. Änderungen bestehender Regeln, Anschaffungen, Umbauten, u.v.m.) besprochen und gegebenenfalls auch per demokratischer Abstimmung beschlossen werden. Jedes Mitglied der Schulgemeinschaft hat bei Abstimmungen eine Stimme und kann Beschlüsse herbeiführen, indem er oder sie schriftliche Anträge in die Versammlung einbringt. Die Teilnahme an der Schulversammlung ist freiwillig.

Unstimmigkeiten klärenDie Konfliktschlichtung.
Im Jahr 2010 haben wir an unserer Schule eine neue Struktur zur Lösung von Konflikten entwickelt, die für alle Menschen (auch die Erwachsenen!) an der Schule verbindlich ist. Es handelt sich dabei um einen Prozess, den die Konfliktparteien durchlaufen, wenn sie alleine nicht in der Lage sind ihre Unstimmigkeiten zu klären. Zunächst wendet sich in einem solchen Fall diejenige Person, die sich (über z.B. Regelverstöße o.a.) beschweren möchte an sogenannte „Klärungshelfer“, die mit den Beteiligten ein Klärungsgespräch führen (es besteht auch immer die Möglichkeit Erwachsene hinzuzuziehen). Die Klärungshelfer sind von ihren Mitschülern für diese Aufgabe gewählt und in der Mediation geschult. Das Ziel eines solchen Gespräches ist eine Einigung, mit der beide Seiten einverstanden sind. Kann diese Einigung nicht erreicht werden, kann der „Kläger“ eine schriftliche Beschwerde einreichen. Diese wird im nächsten Morgenkreis vorgelesen, um die Gemeinschaft über den Vorfall zu informieren und erneut zu überprüfen, ob sich die Situation zwischenzeitlich doch schon geklärt hat. Wird die Beschwerde aufrecht erhalten, kommt der Fall vor die Schlichtergruppe. Diese besteht aus vier gewählten SchülerInnen (zwei aus der Sekundaria und zwei aus der Tertia) und 2 Erwachsenen, wobei immer eine weibliche und eine männliche Person ihre Gruppe vertritt. Dieses Gremium hat von der Schulgemeinschaft den Auftrag, die bestmögliche Lösung für den jeweiligen Konflikt herauszuarbeiten. Ist es auch hier nicht möglich eine Einigung zu erzielen, wird von der Schlichtergruppe eine Entscheidung ausgesprochen. Der Ablauf dieses Prozesses hat eine festgelegte Form und wird der Schulgemeinschaft in Form eines Protokolls transparent gemacht. Wir machen die Erfahrung, dass bei dieser intensiven und ernsthaften Auseinandersetzung gute Lösungen gefunden werden und dass insbesondere die Schlichtergruppe in der Schulgemeinschaft ein hohes Maß an Vertrauen und Akzeptanz genießt.

Psst, nur flüsternDie Stillarbeitsphasen.
Jeden Tag in der Zeit von 8:30 – 10 Uhr haben alle die Möglichkeit in den Sekundaria- und Tertiaräumlichkeiten in Stille ihren Tätigkeiten nachzugehen. In der Zeit wird dort nur geflüstert. Die anwesenden Betreuer stehen für Hilfestellungen zur Verfügung.

Die ZahlenEin bisschen Statistik.


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